Die anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Belehnung von Franz Batthyány mit Burg und Herrschaft Güssing konzipierte Ausstellung „Der Pelikan über Güssing“ wurde inhaltlich weiterentwickelt und ist nun als Dauerausstellung auf Burg Güssing zu erleben. Sie widmet sich der engen Verbindung zwischen der Familie Batthyány und der Burg Güssing über einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten. Ausgangspunkt ist das historische Ereignis vom 30. Juni 1524, als Franz Batthyány von König Ludwig II. mit der Burg belehnt wurde –
ein Moment, der die Geschichte des Ortes nachhaltig prägte.
Die Ausstellung entstand in Kooperation zwischen dem Land Burgenland und der Burgstiftung Güssing und
wird dreisprachig – auf Deutsch, Ungarisch und Englisch – präsentiert.
Auf insgesamt neun Ausstellungsräumen erhalten Besucher:innen einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Burg als Stammburg und Herrschaftszentrum der Batthyánys.
Zu sehen sind unter anderem ausgewählte Objekte aus dem Familienbesitz sowie bedeutende Teile des Archivs. Ein besonderer Fokus liegt auf prägenden Persönlichkeiten wie Balthasar III. und seinem Sohn Franz II., die Güssing zur zentralen Residenz der Familie machten. Auch Adam I., der als Stammvater aller späteren Linien gilt, wird ausführlich gewürdigt – ebenso wie die von ihm initiierte Gründung des Franziskanerklosters mit der Familiengruft. Als Dauerausstellung bietet „Der Pelikan über Güssing“ eine nachhaltige Möglichkeit, die bewegte Geschichte der Burg und ihrer bedeutendsten Besitzerfamilie zu entdecken und neu zu erleben.









Auf einem längst erloschenen Vulkankegel erhebt sich eines der bedeutendsten historischen Bauwerke des Landes: die Burg Güssing. Seit ihrer Errichtung im Jahr 1157 prägt sie als älteste
Burg des Burgenlandes nicht nur das Stadtbild von Güssing, sondern auch die kulturelle Identität der gesamten Region.
Die vorliegende Ausstellung widmet sich diesem außergewöhnlichen Ort aus fotografischer Perspektive. Sie vereint Arbeiten von Berufsfotografen und engagierten Amateurfotografen,
die sich der Burg Güssing mit geschultem Blick und persönlicher Handschrift nähern.
Vom Burgberg aus reicht der Blick über die Stadt Güssing, das Ramsargebiet der Güssinger Fischteiche und bis in die ungarische Tiefebene.
Diese Lage macht die Burg zu einem beliebten Fotomotiv, nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegender besonderen Stimmung, die sich je nach Tages- und Jahreszeit verändert.
Ob im Morgenlicht, im Nebel, im satten Grün des Sommers oder vor klarem Winterhimmel: Die Burg Güssing zeigt sich immer wieder anders. Ein Motiv, das man oft gesehen hat und das
dennoch jedes Mal etwas Neues bietet. Diese Ausstellung lädt dazu ein, genau hinzuschauen und die Burg Güssing aus neuen Blickwinkeln zu entdecken. Mit etwas Aufmerksamkeit offenbaren sich Details, die man vielleicht noch nie wahrgenommen hat. So wird sichtbar, wie vielfältig ein einziges Wahrzeichen sein kann, wenn viele Blicke auf eine Burg fallen.





